Essbare Stadt

Impressionen

Orte mit Potenzial

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Beispiele aus Uster um einen Eindruck für Orte mit Aufwertungspotenzial zu vermitteln. Es bestehen keine Abklärungen oder Planungen für diese Orte.

Beispiele in Uster und Umgebung

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Beispiele von Orten mit ökologischem, ästhetischem und "kulinarischem" Wert.

Zusammenfassung

Ziele

Aufwerten des Stadtbildes

Reife Früchte und imposantes Gemüse wird allgemein als schön empfunden. Grüne Städte und paradiesische Gärten treffen in der Bevölkerung fast ausnahmslos auf Begeisterung.
Ästhetisch besonderen Wert haben bunte Blüten, Früchte und Blätter, begrünte Fassaden, rankende Pflanzen, schöne Einzelbäume, Alleen und Flächen mit lichtem Baumbestand.
Biodiversität und Vielfalt wird positiv wahrgenommen und hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, erzeugt Freude und erhöht die Lebensqualität.
Durch Wachsen, Blühen und Reifen verändern Pflanzen passend zur Jahreszeit das Stadtbild und übernehmen die Rolle von wechselnder Dekoration.

Aufwerten des Stadtklimas

Angesichts des unangenehmen Kleinklimas auf versiegelten Flächen, auch vor dem Hintergrund des Klimwandels, ist es erklärtes Ziel vieler Städte Stadtgrün zu födern. Pflanzen verbessern die Luftqualität und können Lärmbelastung sogar stark vermindern.

Klimafreundliche Ernährung/ Ernährungssicherheit

Obst und Beeren können mit wenig Aufwand in massgeblichen Mengen geerntet werden. Die lokale Produktion vermeidet energieaufwendige Transportwege und trägt zur Ernährungssicherheit bei. Eine Essbare Stadt dient dem Gemeinwohl. Steuergelder, die sonst für den Unterhalt von Grünflächen verwendet werden, tragen zusätzlich zur gesunden Ernährung der Bevölkerung bei.

Bürgerbeteiligung

In einer essbaren Stadt sind BürgerInnen nicht nur zu Gast. Bereits die Wahrnehmung wachsender Pflanzen, pflücken und schmecken erweitert die Beteiligung von BürgerInnen in der Stadt. Geeignete Projekte können zusammen mit der Bevölkerung umgesetzt werden. Sie führen zu Kontakten in der Bevölkerung und zwischen anderen Akteuren. "Freundschaft geht durch den Magen".

Biodiversität

Artenschwund wie das Insektensterben (Verluste von 75 - 80 % seit den 80er Jahren) löst bei einem grossen Teil der Bevölkerung Betroffenheit auslöst. Der Verlust von Schmetterlingen und Bienen wird besonders wahr genommen und ist stellvertretend für viele Arten. Als pestizidarme Orte mit eigenem Klima und besonderem Pflanzenangebot können Städte einen besonderen ökologischen Wert haben. Als Agrobiodiversität bezeichnet man die genetische Ressource für Ernährung und Landwirtschaft. Nutzung von seltenen Kulturpflanzen ausserhalb der kommerziellen Landwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für den Erhalt dieser wertvollen Ressource und erklärtes Ziel von Bund (z.B. Aktionsplan Strategie Biodiversität) und Kanton Zürich (z.B. Naturschutzgesamtkonzept) und kann auch in der Strategie 2030 der Stadt Uster interpretiert werden ("Uster wächst nachhaltig").

Umweltbildung

Gemüse und Obst vor der Haustür schafft einen Bezug zu unseren Lebensmittel und erhöht die Wertschätzung und Verständnis für landwirtschaftliche Produktion.

Umsetzung / Kein "Buisness as usual"

Die Idee von essbarer Stadt und ökologischem Stadtgrün finden oft schleichend ihren Weg in die Gemeinden. Z.B. die zunehmend wildblumenreichen Grünstreifen in Uster.
Ohne bewusste Entscheidung für ein neues Konzept bleibt es jedoch überwiegend beim "Buissness as usual".

Teilweise kommt es dabei zu sogenannten "loose - loose"-Situationen, z.B.

  • wenn ein Kunstrasen mit hohen Kosten über 20 mal pro Jahr gemäht werden muss. Er hat dabei einen geringen Wert für Auge und Biodiversität und kann im Sommer vertrocknen.
  • wenn Buxbäume erhalten bleiben, obwohl sie vom Buxbaumzünsler befallen sind. Der Zünsler befällt dann wiederum kulturell wertvolle Buxbäume in Schlossgärten.
  • wenn einjährige, nicht-winterfeste und teure Blumen gepflanzt werden. Einheimische Beerensträucher und Gemüse billiger, ökologischer und mit gleichen oder höherem Wert für die Bewohner.

Der wichtigste Grund ist oft die fehlende Erfahrung der zuständigen Fachkräfte zu Kosten, Pflanzenarten, Bezugorten, Anlage und Pflege einer essbaren Stadt. Dort wo Ängste (z.B. zu verschmutzendem Fallobst) berechtigt sind, können Probleme mit geeignter Planung vermieden werden.
Es braucht Wille zur Veränderung, Hinterfragen des Normalbetriebs und einen anfänglich Aufwand für eine Umstellung. Erfahrung und Produkte sind aus Landwirtschaft und Gemüseanbau sowie von anderen essbaren Städten vorhanden.

Was kann die Stadt Uster tun?
1. Unterstützen von Pflanzprojekten von Bürgern im öffentlichen Raum
2. Verwenden von Obststräuchern und Beerensträuchern bei allen Neupflanzungen, soweit möglich
3. Planung, die dies ermöglicht
4. Ersetzen bestehender Gehölze

Was kann die Bevölkerung tun?
1. Privatgelände für Pflanzungen zur Verfügung stellen
2. BaumpatIn werden und sich verbindlich für den Unterhalt eines Strauches oder einer Fläche einzusetzten
3. Teilnahme an Pflanzprojekten
4. Finanzierung von Pflanzen und Material

Wichtige Prinzipien

Genauso, wie für herkömmliches Stadtgrün, muss weiterhin ungewollter Aufwand und Kosten vermieden werden.
Schäden von Infrastruktur und Gefährdung müssen ausgeschlossen werden.
Pflanzen und Standort müssen angepasst sein.
Beispiele: Fallobst auf versiegelten Flächen soll normalerweise vermieden werden. Pflanzen mit grossem Wasserbedarf können nur gepflanzt werden, wenn Bewässerung gewährleistet ist. Schnellwachsende Gehölze im Strassenraum müssen vermieden werden oder der Pflegeaufwand eingeplant werden.

Standorte

ungenutzte öffentliche Flächen

Rasenflächen

bestehende Gehölze

Baumscheiben

versiegelte Flächen

mobile Pflanzkisten

private Flächen

Brunnen

Pflege

Pflegebedarf

In Bearbeitung

Akteure

In Bearbeitung

Kosten

Aktuelle Kosten für Grünflächenpflege

in Bearbeitung

Leistungspositionen

in Berabeitung

Beispiele für Kostenvergleich

in Berabeitung

Finanzierung

Patensystem

Freiwilligenarbeit

Spenden

Aktuell aufgewendete öffentliche Gelder

Zusätzliche öffentliche Gelder

Beispiele

in Bearbeitung ("wichtige Infos" unten)

Pflanzenliste essbare

Beerenobst

  • Johannisbeere
  • Cassis
  • Himbeere
  • Kornelkirsche
  • Felsenbirne

Ranken

  • Weinrebe
  • Kiwi
  • Minikiwi
  • Himbeere

Obstbäume

alte Hochstammapfelbäume (z.B. der Usterapfel)

Kräuter

Mehrjährige

  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian
  • Liebstöckel
  • Zitonenmelisse
  • Lavendel
  • Schnittlauch
  • Minze
  • Estragon
  • Majoran
  • Oregano

Wenigjährige

  • Petersilie
  • Basilikum
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Dill
  • Kresse
  • Kapuzinerkresse

Gemüse

Pflanzenliste nicht essbare

Blumenwiesen

Charakterbäume

Wildsträucher

Wichtige Infos

Bezugsadressen für Pflanzen

Praxisleitfäden und Beratung

in Bearbeitung

Beispiele und Infos

Stadtgrün allgemein

Naturschutz allgemein

Teilprojekte

  • Obst im Stadtgrün
  • Schmeck- und Naschgarten/ Kräuterschnecke
  • Obst-Paten
  • Wildpflanzenspaziergang
  • Mundraubkarte
  • Pflanzenkisten
  • Brunnenbepflanzung
  • Gemeinschafts-Gewächshaus
  • Sämlingsmarkt
  • Gemeinschafts-Kartoffelacker
  • Stadtbauernhof
  • Speise-Pilzzucht
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